Mitarbeiterschulung

Was ist das?

Der Kreisverband veranstaltet seit über 50 Jahren Mitarbeiterschulungen für Jugendliche ab 14 Jahren, die in der christlichen Jugendarbeit aktiv sind oder werden wollen.
Solch eine Schulung findet an mehreren Wochenenden im Winterhalbjahr im Eichenkreuzheim Tönisberg statt und endet am 1. Mai mit der Vergabe der Zertifikate in festlichem Rahmen, an dem die frisch gebackenen Mitarbeiter ihr erworbenes Wissen schon unter Beweis stellen können. Solche Zertifikate sind heutzutage bei Bewerbungen zum Beleg von "soft skills" immer wichtiger! Die Schulung wird von ehrenamtlichen Mitarbeitenden und unserer hauptamtlichen Jugendreferentin durchgeführt und geht in parallelen Gruppen sowohl auf Anfänger wie auch auf Fortgeschrittene ein. Neben Verkündigung, Rechtskunde und Spielpraxis bleibt natürlich viel Zeit zum Ausprobieren und Kreativ-Werden.
Dazu gibt es gelegentlich Kurse für Fortgeschrittene z.B. mit den Themenschwerpunkten Gruppen- und Freizeitleitung.

Infos zur aktuellen Mitarbeiterschulung H56

Auch dieses Jahr findet wieder eine Schulung statt. Bereits zum 56. Mal treffen sich Jugendliche im Eichenkreuzheim in Rheurdt, um für die Mitarbeit in CVJMs und Kirchengemeinden ausgebildet zu werden. Mehr Informationen findet ihr auf dem Flyer der H56 2011/12.

Die Wochenenden sind: Der festliche Abschluss der Schulung wird am 1. Mai 2012 sein, beim Familientag am Eichenkreuzheim.

Fotos von Schulungen

Bilder von der H54 2009/10

Bilder von der H53 2008/09

Berichte von Schulungen

Zweites Wochenende der 52. Mitarbeiterschulung

Auch das 2. Wochenende der Helferschulung „H52“ vom CVJM Kreisverband Moers war wieder ein voller Erfolg und fand viel positive Resonanz. Während beim Grundkurs verschiedene Spielmethoden im Mittelpunkt standen, war bei den Fortgeschrittenen unter anderem „Kommunikation“ das Hauptthema. Und natürlich gab es auch wieder einen spannenden Glaubenskurs, und ein selbstgestaltetes Geländespiel im Wald.
Die angehenden MAs konnten wieder viel lernen und einen großen Schritt in Richtung vollwertiger Mitarbeiter gehen, um bald im CVJM mitzuwirken, kreativ zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Auch an den Vorbereitungen für den sonntäglichen Gottesdienst sind wir alle gewachsen und konnten schon hier unsere individuellen Stärken einbringen.
Gemeinsam genossen wir alle auch die entspannte Atmosphäre, das Beisammensein bei den Abendausklängen und das Singen und Musizieren. Das Wochenende war spannend und hat uns allen Spaß gemacht! - Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!!!

Text von: Till H. Hümbs
Veröffentlicht in ZEFFI März/ April 2008

Geschichte

"Helferschulung", ein etwas aus der Mode gekommenes Wort,- tatsächlich ist es auch schon so alt, wie es sich anhört.
Mehr als 50 Jahre - meinen die älteren im CVJM und sind ein wenig stolz darauf. Der Beginn der Helferschulung ist schon von der Abgrenzung her unsicher wie die Zeit des Wiederaufbaus nach dem II. Weltkrieg. Zwar kam schon 1954 der erste Schulungsprospekt heraus, aber erst 1957 bekam die Mitarbeiterschulung den Namen „Helferlehrgang“ und damit auch das Kürzel „H“, das über 50 Jahre bis heute dann die Zählung bestimmte. Helferlehrgänge gingen zeitweilig auch über zwei Jahre.
Allerdings gab es schon seit mindestens 1922 Schulungen. Die erste Dekade nach dem II. Weltkrieg war geprägt vom Kreisjugendwart Egon Reifner (1946-65). Er knüpfte stark an die traditionelle Fahrtenpädagogik mit Zelt und Lagerfeuer an. Das zeigt das Video einer Schulungsabschlussprüfung des ersten Helfergangs mit probeweisem Zeltaufbau und Lagerfeueraufbautest am hellen Mittag! Daneben steht die Gestaltung des „Heimabends“, der heutigen "Gruppenstunde" im Vordergrund.
Unvergesslich waren die ausgesprochen realistischen Erste-Hilfe-Prüfungen der Johanniter im Rahmen der Schulung: Auto fährt in Radfahrerkonvoi, wandernde Gruppe im Wald tritt auf Granate!
Sehr wichtig war Egon Reifner die Aufklärung über die Nazizeit. Obwohl selbst hochdekorierter Offizier an der Ostfront hat er in sehr authentischer und bewegender Weise die verführerische Kraft der Nazi-Ideologie für die Jugend und die daraus resultierenden furchtbaren Folgen dargelegt. Mancher Junge hat damals im Helferlehrgang seine ersten Bilder aus einem KZ gesehen.

Willi Künzel, Kreisjugendwart von 1965 bis 1975, ist heute unser kompetenter Archivar, ohne den der geschichtliche Rückblick nicht zu erstellen gewesen wäre. Er hat die Mitarbeitschulung stark intensiviert und ausgeweitet. Es fanden Gruppenleiterlehrgänge und Mitarbeiterseminare statt. Bibelkunde, Lernen, was Glauben heißt, Gruppenpädagogik und Gruppengestaltung waren jetzt Schwerpunkte der Ausbildung.
Damals gab es auch Abschlussprüfungen!

Die Proteste der Studenten um 1968 mit ihrer Gesellschaftskritik ließen auch den CVJM nicht unberührt. Deutlichstes Zeichen hierfür ist die Öffnung der Schulung für weibliche Mitarbeitende. Zwar gab es schon ab 1965 gemeinsame Seminare mit der synodalen Mädchenarbeit, aber ab 1975 arbeitete der Kreisjugendreferent Klaus Biedermann (1975-81) mit der synodalen Jugendsekretärin Eva Wille zusammen im Büro des CVJM Kreisverbandes. Die Schulungen werden nun „gemischt“: „Mädchen machen aus Männern Menschen“. Aus „CVJ Männer“ wird „CVJ Menschen“!

Von 1985 bis 1992 leitete Bernd Giese, von 1996 bis 2002 Jürgen Rams die Schulung. Während der Vakanz des Jugendsekretärspostens von 2002 bis 2004 wurde sie nur von Ehrenamtlichen geleitet. 2004 brachte dann Michael Jahnke innovative Konzepte in die Schulung ein, ab 2006 stand sie unter der Leitung von Katja Schwenker, ab 2009 unter der Leitung von Kathrin Vöge.